Mitteleuropäische Heilkunde des Waldes

Heilkraft & Mystik von Bäumen und Kräutern

Lange Zeit lebten unsere Vorfahren in und mit dem Wald. Dieser war Lebensgrundlage und diente der Gesunderhaltung von Menschen und Tier.

Für die Kelten war der Wald jedoch mehr als nur Lieferant von Rohstoffen. Er war ein heiliger Lebens-Raum, und seelischer Begleiter. Sie lebten in engem Kontakt und in tiefer Verbindung zur beseelten Natur und zur Anderswelt. Jede Pflanze, jeder Baum, jeder Stein und jedes Tier haben ein beseeltes Wesen mit ganz individueller Kraft, Energie und Ausstrahlung (Aura). So wurden Bäume als eigenständige Lebensform (Geschöpfe) war genommen. Sie galten als heilige Orte mit Verbindung zu den jenseitigen Welten und zum Göttlichen, als Sitz von Göttern, Baumgeistern, Naturwesen und waren Sinnbild des Lebens. So ist die Eiche ein Kraftspender, der erdet, Lebenskraft spendet sowie Stärke und Ausdauer verkörpert und spielte in der keltischen Heilkunde und Spiritualität eine besondere Rolle. Entsprechend andere Eigenschaften gelten für weitere Baumarten.

In jeder Dorfgemeinschaft gab es Priester und Heilkundige, die mit Bäumen, Kräutern und Naturkräften heilten und sie in alltägliche oder religiöse Handlungen einbezogen. Auch in andere Natur-Religionen (Animismus) gelten Bäume als Sitz von Göttern, Naturwesen, Elementarkräften und Ahnen.

Bis zur Christianisierung spielten Bäume auch eine zentrale Rolle in der religiösen Praxis unserer Vorfahren. Baumkulte, Baumheiligtümer und heilige Wälder (der heilige Hain) waren bei Kelten und Germanen weit verbreitet. Um die „heidnischen Kulte“ auszumerzen, wurden solche heiligen Bäume und Stätten vielfach zerstört und es wurde verboten dorthin zu gehen.

Die Anfänge der mitteleuropäischen Heilkunde waren eine Heilkunde des Waldes.

Die Menschheit verwendete Wald-Heilkräuter schon seit Tausenden von Jahren. Die Medizin hat eine viel längere Geschichte als die Medizin der modernen Pharmaindustrie.

Die moderne Wissenschaft und Medikamente verwenden häufig synthetische Wirkstoffe die aus ursprünglich natürlichen Heilkräutern, extrahiert und abgeleitet (Al Chemie) wurden. Die Kräutermedizin der Volksheilkunde ist somit der Großvater der modernen Medizin. Viele der heutigen Pharmazeutika versuchen lediglich zu imitieren, was die Natur bietet.  Das Patentrecht erlaubt es nicht, ein Patent auf etwas anzumelden, das in der Natur existiert.

Sowohl die moderne Medizin als auch die Heilkräuterkunde haben ihre Grenzen. Die moderne Medizin und Kräutermedizin können und sollten daher koexistieren. In punkto Zusammenarbeit gibt es einigen erfreuliche Ansätze.

Die pflanzlichen Arzneimittel, die es schon immer gab, wirken auch heute noch, auch wenn die Zahl der Menschen, die das Wissen über diese natürlichen Heilmittel haben, schwindet. 

Viele neue Medikamente können durch Kräuter ersetzt werden, zu einem Bruchteil der Kosten und Risiken (aber auch Heilkräuter beinhalten Risiken).

In einer post-apokalyptischen Welt könnten diese pflanzlichen Heilmittel das Einzige sein, was uns zur Verfügung steht. Wenn moderne Herstellungs- und Vertriebsmethoden nicht mehr zur Verfügung stehen, werden wir uns auf das verlassen müssen, was vor Ort wächst bzw. angebaut werden kann.

Viele derjenigen, die sich mit Kräutermedizin auskennen, bauen bereits die notwendigen Pflanzen an und haben gelernt, wie man diese Pflanzen in brauchbare Heilmittel verwandelt. Zudem sind die Inhalte bekannt.

Die Heilkräfte des Waldes können auch heute noch auf vielfältige Weise genutzt werden:

  • in Form von Tees, Tinkturen, Salben, Umschläge oder Bädern, Räucherungen etc.
  • in Form von feinstofflichen Energien durch den Kontakt mit beseelten Bäumen, Sträuchern, Kräutern, Kraftorten, Naturwesen (auch Wildtieren), Pflanzengeistern (Deva’s) sowie Elementarkräften. So kann die Eiche Kraft geben und erden, die Buche zur Klarheit verhelfen, die Walnuss beruhigen und die Erle für höhere Dimensionen öffnen.