Kai-Uwe Geib

In meinen ersten Leben war ich als IT-Berater für drei Firmen nahe Heidelberg im Inn- und Ausland tätig. Das gab mir die Möglichkeit andere Kulturen in Nordamerika, Nordeuropa, Asien und Afrika kennenzulernen. So hatte ich die Möglichkeit in Canada die Metis (sind inzwischen als first nations anerkannt) in recht jungen Jahren kennen, schätzen zu lernen und gemeinsam Zeit teilen zu dürfen. Ich habe nicht nur das Jagen, Fischen und das möglichst vollständig Verwerten für den Eigenbedarf gelernt, sondern auch die Natur und die animistische Sichtweise mit Ihrer Spiritualität kennengelernt.

In meinen nun wohl letzten Lebensabschnitt komme ich nun zurück zu einem einfachen, naturbezogenen und nachhaltigen Leben, ähnlich dem wie es mir vorgelebt wurde (soweit das in Deutschland möglich ist).

Ich bin Jäger, habe eine Ausbildung im Wildtierschutz an der Landesjagd Schule BW absolviert und war in BW in einem Revier als beauftragter Wildtierschützer tätig, bevor ich nun hier im Biosphärenreservat RLP mein Domizil gefunden habe. Ich bin aktuell weiterhin mit dem praktischen Lernen für die Falknerei und Imkerei aus Interesse beschäftig.

Ein weiterer Schwerpunkt der letzten Jahre war und ist die Beschäftigung mit Pflanzen- und Kräuterkunde.

So habe ich eine Phytotherapie-Ausbildung gemacht und bin seitdem am Lernen, Lernen und Lernen. Ich liebe es Heilkräuter und Harze zu nutzen, zu räuchern und zu destillieren.

Inzwischen bin ich praktisch arbeitender Spagyriker, was sich wiederum in unserem Seminar-Angebot widerspiegelt. Hierbei steht die Praxis zur Erstellung von Spagyrischen Tinkturen und Essenzen nach den Prinzipien des Paracelsus (Körper, Geist und Seele) im Vordergrund. Das Destillieren (Sulfur), das Fermentieren (Merkur) und das Calcinieren (SAL) bilden die Grundtechniken der Spagyrik.

Aus meiner Sicht lassen sich die rationale Phytotherapie und die Spagyrik praktisch recht gut miteinander verbinden – sie stellen keinen Gegensatz dar, sondern vereinen die Moderne mit der Tradition.

Ich freue mich dieses Wissens – auch an die nächste Generation – weitergeben zu dürfen.

Kai